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Arthrose


Arthrosen des Schulter- und Schultereckgelenks

Dr. med. univ. Robert Url

Arthrosen (Abnützungen) des Schulter- und Schultereckgelenks
Da die Schulter nicht das ganze Körpergewicht tragen muss, sind Patienten mit Abnützungen (Arthrosen) des Schultergelenks in der Regel deutlich älter als Patienten mit Hüft- oder Kniegelenksarthrosen. Von der Schultergelenksarthrose sind mehr Männer als Frauen betroffen.
Im Schultergelenksbereich gibt es zwei Gelenke:
Das Glenohumeralgelenk, das eigentliche Schultergelenk, verbindet den Oberarmkopf (Humerus) mit der Gelenkspfanne (Glenoid) des Schulterblattes.
Das Acromioclaviculargelenk verbindet die Schulterhöhe (Acromion) mit dem äußeren Schlüsselbeinende (Clavicula).
In beiden Gelenken können Arthrosen entstehen. Ist das glenohumerale Gelenk betroffen, spricht man von der Omarthrose, Arthrosen des Acromioclaviculargelenkes werden als AC-Gelenksarthrose bezeichnet.

Wie kommt es zu einer Schulterarthrose?
Die Arthrose ist eine massive Abnützungserscheinung, die den Gelenksknorpel im Schultergelenk betrifft. Der Gelenksknorpel überzieht die Gelenksflächen des Oberarmkopfes und der Gelenkspfanne des Schulterblattes und sorgt dafür, dass wir den Arm schmerzfrei bewegen können. Ist der Gelenksknorpel abgenützt, so reiben die Knochen aneinander – Schmerzen treten auf. Solche Verschleißerscheinungen können die Folge von Überbelastungen durch Arbeit und Sport sein. Aber auch Schäden an der Rotatorenmanschette, die das Gelenk gleichmäßig führen soll, Entzündungen oder Unfälle können zu Abnützungserscheinungen führen.

Welche Beschwerden bringt eine Schultergelenksarthrose mit sich?
Zunächst treten undefinierbare Schulterschmerzen auf, die mit den Jahren zunehmen. Das Liegen auf der betroffenen Seite tut weh, bestimmte Liegepositionen können nicht mehr eingenommen werden, nach Belastung der Schulter treten Schmerzen auf, die Schulter kann nur eingeschränkt bewegt werden – all diese Symptome deuten auf eine Schultergelenksarthrose hin. Die Lebensqualität im Alltag und im Arbeitsleben ist eingeschränkt, auch Sport wird immer schwerer. Auch Tätigkeiten wie Fenster putzen, ausmalen, das Herausnehmen von Dingen aus einem Regal, das Haarewaschen und -frisieren, sowie der Griff nach hinten (Schürzengriff) können nur schwer ausgeführt werden.

Wie erkennt der Arzt die Schulterarthrose?
Um eine Schulterarthrose zu diagnostizieren, wird zuerst die Krankengeschichte des Patienten genau erhoben. In weiterer Folge wir die Schulter untersucht, die Bewegungsfähigkeit wird beurteilt, verschiedene Tests werden durchgeführt. Im Röntgen wird die Weite des Gelenksspaltes beurteilt und festgestellt, ob Knochensporne, Knochenzysten oder Verformungen des Oberarmkopfes vorliegen und wie der Oberarmkopf im Gelenk sitzt.

Wie kann die Schulterarthrose behandelt werden?
Anfänglich behandelt man die Symptome mit Schmerzmitteln und kräftigt die Muskulatur durch Physiotherapie. Wenn diese Maßnahmen keinen Erfolg bringen oder wenn die Arthrose stärker fortgeschritten ist, ist eine Operation notwendig. Dabei werden die kaputten Gelenksteile durch ein künstliches Gelenk (Schulterprothese) ersetzt.