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Prämenstruelles Syndrom

Dr. Daniela Url

Viele Frauen leiden Monat für Monat unter Beschwerden, die unter dem Begriff
Prämenstruelles Syndrom zusammengefasst werden. Die Symptome sind vielfältig und zeigen
sich bei jeder Frau anders. Die Beschwerden können bereits 1 bis 2 Wochen vor der Blutung
beginnen und verschlimmern sich je näher die Regelblutung rückt. Viele Frauen klagen über
Nervosität, Reizbarkeit, Spannungsgefühl und vermehrte Empfindlichkeit der Brüste,
Verdauungsprobleme, Stimmungsschwankungen (Wut, Trauer, Hochgefühle wechseln sich
dabei ab), unreine Haut und Wasseransammlungen im Gewebe mit dadurch bedingter
Gewichtszunahme. Die Beschwerden bessern sich mit dem Beginn der
Menstruation.
Diagnostisch ist ein genaues Erheben der Krankengeschichte unter Einbezug der
Beschwerden wichtig. Typisch sind die immer wiederkehrenden Symptome, die in den Tagen
vor der Regelblutung auftreten. Weiters ist eine gynäkologische Abklärung sinnvoll.
Die wichtigste Ursache für das prämenstruelle Syndrom nach Kriterien der Traditionellen
chinesischen Medizin ist ein Energiestau, eine sog. Qi- Stagnation, eine Störung des
Energieflusses in den Meridianen. Aber auch emotionaler Stress, falsche Ernährung und
körperliche Überlastung können Einfluss auf die Entstehung dieses Syndroms haben.
Zu Beginn der Behandlung ist es besonders wichtig zu unterscheiden, ob der Energiestau
eher den Lebermeridian oder den Gallenblasenmeridian betrifft. Dies geschieht durch ein
eingehendes Gespräch vor der Behandlung. Ist der Gallenblasenmeridian vom Energiestau
betroffen, so stehen die Schmerzen in der Brust (Brustspannen, gutartige Knotenbildungen),
Hautunreinheiten und Darmträgheit im Vordergrund. Von der psychischen Verfassung her
sind sog. „Leberfrauen“ sehr weinerlich und oft verzweifelt, während die
„Gallenblasefrauen“ eher gereizt und aggressiv sind. Mittels Akupunktur kann das
energetische Gleichgewicht wieder erreicht werden, weiters hat Akupunktur eine
schmerzstillende Wirkung, sie beruhigt aber auch, entspannt die Muskeln, reguliert das
Nervensystem und aktiviert den Hormonhaushalt.