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Frühjahrsmüdigkeit

Chinesische Kräuterheilkunde - Ordination Dr. Daniela Url

Frühjahrsmüdigkeit

Dr. Daniela Url gibt wertvolle Tipps gegen die Frühjahrsmüdigkeit mit Hilfe der traditionell chinesischen Medizin.

Der Grazer, Gesundheit, 17. April 2016

Der Frühling hat Einzug gehalten – die Sonne scheint, es blüht. Doch anstatt vor Energie zu strotzen, fühlen sich jetzt viele Menschen müde, antriebslos, sind schlapp, kämpfen mit Kopfschmerzen und Schlafproblemen. Mit der richtigen Ernährung lässt sich das aber ganz leicht abstellen.

Das Wetter schlägt zwar noch die für den April typischen Kapriolen – doch die Temperaturen nähern sich langsam dem Frühsommerniveau. Grundsätzlich auch für die Gesundheit positiv – weil Sonne, mehr Helligkeit am Abend usw. die Lebensgeister ankurbeln. Aber: Tausenden Menschen macht gerade dieser Umstand zu schaffen – sie leiden an der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit. „Diese scheint“, so die Allgemeinmedizinerin und TCM-Expertin Daniela Url, „vor allem mit den veränderten Licht- und Temperaturverhältnissen und damit verbundenen hormonellen Veränderungen zusammenzuhängen. Besonders das Schlafhormon Melatonin und das Glückshormon Serotonin sind davon betroffen.“ Und: „In der chinesischen Medizin ist der Frühling dem Element Holz zugeordnet, eine Zeit, in der alles keimt und wächst. Die Energie dringt auch bei uns Menschen, ähnlich einem Samenkorn, das zu sprießen beginnt, nach oben. Oft wird diese nach oben drängende Energie aber durch Schleim und Schlacken, die durch die schwere Winterkost entstanden sind, behindert. Im Frühjahr sollte der Körper also von der deftigen Kost des Winters gereinigt werden.“ Abgeraten wird in der chinesischen Medizin jedoch von Fastenkuren, weil sie die Lebensenergie, das Qi, zu sehr angreifen. Url: „Stattdessen wird auf feuchtigkeitsausleitende Lebensmittel wie Reis und Hirse und typische Frühlingsgemüsesorten gesetzt. Ich empfehle meinen Patienten jetzt deshalb, viel Frühlingsgemüse zu essen – wie Spinat, Spargel, Radieschen, Bärlauch, Röhrlsalat, dazu Frühlingskräuter wie Kresse und Schnittlauch. Diese Lebensmittel sind sehr leicht, spenden aber sehr viel Energie.“ Wichtig: Auf leichte Zubereitungsformen setzen – dünsten, dämpfen statt frittieren oder mit Käse überbacken. Wokgemüse mit Reis wäre da etwa ein ideales Gericht. Url betont jedoch: „Beschwerden, die typisch für die Frühjahrsmüdigkeit sind – Abgeschlagenheit, Stimmungsschwankungen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, aber auch Schwindel und Kopfschmerzen – sollten, vor allem wenn sie länger und jetzt noch über den April hinaus anhalten,
ärztlich abgeklärt werden. Es könnten auch Erkrankungen wie Depressionen, Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes, Anämie, Herz-Kreislauferkrankungen usw. dahinterstecken.“
Neben einer Ernährungsumstellung gibt es auch noch einige andere einfache Maßnahmen, mit denen man die Frühjahrsmüdigkeit gut in den Griff bekommt.

  • Der Sonne anpassen! Tagesrhythmus auf das Sonnenlicht einstellen, heißt: früher aufstehen, aber auch früher schlafen gehen. Licht ist der wichtigste Zeitgeber für die innere Uhr.
  • Viel Sonne tanken! Wichtig, um die Vitamin-D3-Produktion im Körper anzuregen – nach den Wintermonaten herrscht da meist ein Tiefstand.
  • Bewegung im Freien! Frischlufttanken ist ein Wundermittel gegen Frühjahrsmüdigkeit – Auto stehen lassen, auf das Fahrrad umsteigen oder zu Fuß gehen. Mehrmals in der Woche intensive Bewegung – Walken, Laufen – einplanen.
  • Viel und regelmäßg trinken! Ganz wichtig – insgesamt zwei bis drei Liter am Tag, in erster Linie Wasser, aber auch Tees, klare Gemüsesuppen und Kompotte.
  • Wechselduschen! Eignet sich ideal, um den Körper in Schwung zu bringen – am besten morgens.
  • Helle Kleidung! Weg mit dem Wintergrau – helle Farben heben automatisch die Stimmung.